Das ist kein Bluetooth-Lautsprecher. Das ist ein Klangaufstand mit Griff.
Das ist kein Lautsprecher für den Hinterhof mehr
Der Soundboks 4 bittet nicht einfach um Aufmerksamkeit — er fordert sie ein. Das ist die Art von Gear, die man nicht zu einer Party mitbringt; man baut die Party um sie herum. Das Biest der vierten Generation aus dem Kopenhagener Team ist lauter, präziser und robuster als sein ohnehin schon berüchtigter Vorgänger. Und ja — es läuft immer noch mit einem austauschbaren Akku, als würde es sich auf die Apokalypse vorbereiten.
Aber diesmal geht es nicht nur um rohe Kraft. Es gibt auch Köpfchen und Klang.
Laut ist noch untertrieben
Soundboks nennt 126 dB Maximalpegel. Klar. Zahlen. Aber wie fühlt sich das an?
Als hätte jemand in einen Rucksack eine PA-Anlage eingebaut und dich herausgefordert, um 2 Uhr morgens in einem Tunnel Techno zu spielen. Wie die erste Reihe bei einem wilden Rave — nur dass du den Sound selbst mitgebracht hast. Wie Bass, den man nicht nur hört — man spürt ihn in den Zähnen.
Und klar ist er auch. Selbst voll aufgedreht bleibt die Verzerrung minimal. Die Höhen bleiben präsent. Der Mittenbereich bricht nicht ein. Es ist nicht studioakkurat, aber es behält seine Form, selbst wenn du es auf einem Feld voller Fremder bis zum Anschlag aufdrehst.
Die neuen Dinge, die zählen
Überarbeitetes Klangprofil
Es ist nicht nur lauter — es ist auch raffinierter. Bessere Trennung, sauberere Mitten, detailliertere Höhen. Immer noch nichts für Audiophile, aber ein spürbarer Sprung in Sachen Musikalität. Vocals setzen sich besser durch. Gitarren werden nicht vom Bass verschluckt.
Custom EQ in der App
Das macht es endlich persönlich. Stimme deinen Sound auf den Raum ab: Lagerhalle, Wald, Wohnzimmer, Tailgate. Du kannst Matsch entfernen oder die Mitten absenken für maximalen Brustkorb-Druck. Das ist kein Spielzeug mehr — es ist abstimmbar.
TeamUp Mode
Verbinde mehrere Soundboks-Geräte kabellos. Ja, das ist übertrieben. Ja, du wirst es trotzdem tun. Denn ein Stereo-Paar von diesen Dingern könnte wahrscheinlich ein Boot versenken.
Die Akkulaufzeit ist absurd gut
40 Stunden bei moderater Lautstärke. Etwa 6–10 Stunden bei voller Lautstärke. Herausnehmbare, im laufenden Betrieb wechselbare Akkupacks. Keine Kabel nötig. Du könntest mit einem Pack eine Waldhochzeit und die Afterparty beschallen. Nur das Aux-Kabel nicht vergessen.
Gebaut, als wäre es bereit, geworfen zu werden
Dieses Ding ist nicht nur robust. Es ist gnadenlos. Stahlgitter. Gehäuse aus Sperrholz. Spritzwassergeschützt. Staubdicht. Bierfest (wahrscheinlich). Griffe, die sich eher wie Hardware eines Flightcases anfühlen.
Du könntest es von einem Dach werfen und es würde wahrscheinlich immer noch per Bluetooth verbinden.
Schwachstellen? Ein paar.
-
Es ist schwer. So schwer wie 35 Pfund schwer. Tragbar, ja. Leicht? Nein.
-
Keine XLR- oder TRS-Eingänge. Das ist keine echte PA — keine Mikrofonvorverstärker, keine symmetrischen Eingänge. Ein Mischpult kannst du nicht ohne Adapter anschließen.
-
Bluetooth-Latenz. Kein Dealbreaker für Partys, aber plane nicht, live über Bluetooth aufzutreten.
Es ist ein Partylautsprecher mit Pro-Level-Innenleben — kein getarnter Profi-PA-Stack.
Für wen es ist
-
Veranstalter, die Lautstärke brauchen, ohne einen Van zu benötigen.
-
Straßenmusiker oder DJs, die auftauchen und einen Ort für sich beanspruchen wollen.
-
Rücksichtslose Freunde, die einen Lautsprecher wollen, der das echte Leben übersteht.
Und für alle, die denken, dass “laut genug” eine Frage des persönlichen Stolzes ist.
Endurteil: bewaffneter Spaß
Der Soundboks 4 ist nicht subtil. Er ist nicht billig. Aber er ist das leistungsstärkste, tragbarste, akkubetriebene Soundsystem da draußen — und er hat endlich genug klangliche Finesse dazugewonnen, um mit der rohen Kraft mitzuhalten.
Das ist nichts zum Entspannen. Das ist dafür da, klangliches Terrain zu beanspruchen. Und ehrlich? Es könnte der einzige Lautsprecher sein, der dich wie einen Headliner fühlen lässt — selbst wenn du nur Tracks vom Handy in die Warteschlange legst.
Cass Monroe ist eine Verfechterin des Analogen und eine Vinyl-Obsessionistin mit einem scharfen Blick für Handwerkskunst. Mit Wurzeln in der Jazz-Performance und einem Hintergrund im Maschinenbau verbindet sie in jedem Test das Haptische mit dem Technischen. Bei Audio Chronicle zeigt sie, wie Design den Klang beeinflusst — und umgekehrt.
Geschrieben von Cass Monroe
Kommentare
Noch keine Kommentare.